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Lutz Hausmann - eigene philosophische Konzepte

Gewordenes und Gemachtes

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Gewordenes und Gemachtes in einer Welt

Gewordenes und Gemachtes und Raum und Zeit

Die Formen des Gewordenen und Gemachten besitzen Bewusstsein und Intelligenz


Gewordenes und Gemachtes und ethische Diskussion

Die Betrachtung des Gegeneinanders von Gewordenem zu Gemachten bringt uns dem Schlüssel unserer Existenz nahe. Wir existieren aus dem Gewordenen, mit Gewordenem als Gewordenes. In unserer Existenzsicherung und Daseinsvorsorge, in unserer Lebenstätigkeit überhaupt, schöpfen wir sowohl aus dem Gewordenem, wie aus dem Gemachten. Das Verhältnis von Gewordenem zu Gemachtem in unserer Lebensumgebung hat sich im Verlauf der Moderne dramatisch zugunsten des Gemachten verschoben.

Eine ethische Diskussion, die die Existenzsicherung und Daseinsvorsorge des Menschen in den Mittelpunkt stellt, muss berücksichtigen, dass wir beiden dieser menschlichen Kernaktivitäten in zweierlei Qualitäten nachkommen. Gerade ethische Betrachtungen führen zu der Frage ob sich die Qualität des menschlich Gemachten mit der Qualität der Gewordenheit vereinbaren lassen.

In Teilbereichen vernichtet Gemachtes Gewordenes. Das Verhältnis von Gemachten zu Gewordenem ist in Teilbereichen dasjenige von Leben und Tod, und diese Todeszone wächst rasant. Was mit dieser Todeszone aber auch wächst, ist der scheinbare Wohlstand der Menschheit.

Es ist also nicht nur ein Luxus, sondern existentiell, einen Fokus auf das Verhältnis von Gewordenem zu Gemachtem zu werfen. In Anbetracht der überwiegenden Ratlosigkeit beim Schutz natürlicher Ressourcen, ist die Chance, mit der Betrachtung von Gewordenem und Gemachten einen weißen Fleck auf der Landkarte der Selbsterkenntnis zu füllen, nicht außer acht zu lassen.


Gewordenes und Gemachtes in einer Welt

Es bedarf immer einer Intelligenz, die Zuordnungen schafft. Auch der Zufall ergibt sich innerhalb eines Rahmens, der die Bedingungen definiert. So lange eine Lebenswelt einen Zusammenhalt besitzt, wirkt immer dieser Zusammenhalt als übergeordnete Intelligenz, sonst würden wir nicht in der EINEN Welt leben. Man kann anders formulieren: Wenn Fragmentierungen geschehen, dann ist keine zuordnende Intelligenz anwesend gewesen. Wenn keine Neuordnungen stattfinden, dann wirkt auch keine neue Zuordnungs-Intelligenz.

Die westliche Kultur ist nicht grundsätzlich besorgt um den Zusammenhalt der Welt an sich, weil sie von kosmischen Dimensionen, milliardenlangen Entwicklungszyklen ausgeht, die auch als Problemlösungspotential für unsere Gegenwartswelt erwartet werden. Das naturwissenschaftliche Weltbild beschreibt in der politisch korrekten Lesart beruhigend ein grundsätzliches Gemeinschaftsbildungspotential, eine universelle Zuordnungskompetenz des Kosmos, die immer wieder Neuanfänge geschaffen hat und schaffen wird.

In den Endzeitvisionen der drei monotheistischen Religionen geraten nicht die materiellen Bestandteile des menschlichen Lebens, sondern der fragmentierte Geist des Menschen in das Abseits des Zuordnungshorizonts. Der menschliche Geist wird als korrumpiert beschrieben. Das bedeutet, dass er sich jenseits einer Qualität befindet, die ihn zurück in eine universelle Gemeinschaft finden ließe. Das beschreibt die Gegenwart des Menschen als eine Endzeit. Die Gemeinschaft, die dem Menschen aus sich selbst heraus zugänglich ist, befindet sich unterhalb des Universellen, und so sind die Erzeugnisse seines Geistes und der menschliche Geist selber grundsätzlich Fragmente.

Im ethischen Selbstbefragungshorizont impliziert die Untersuchung des Verhältnisses von Gewordenem zu Gemachtem, z.B in der Reproduktionsbiologie, geradezu eine höhere Ordnung, in der beide Sphären als universelle Zuordnungsintelligenz verknüpft sind und die uns mit unserem menschlichen Tun verloren gegangen ist oder noch weiter verloren gehen könnte.

Die antike und germanische Götterwelt, in der die Schöpfergötter nicht mehr absolute Instanzen sind und die Willensergebnisse ihrer Geschöpfe rückwirkend ihr eigenes Schicksal bestimmen, beschreiben den modernen Menschen, der von Verträgen gebunden ist und nicht mehr in die universelle Kraft seines alten Grundpotentials vorzudringen vermag. Je mehr Schöpfung um so höher die Wahrscheinlichkeit, dass die Vielzahl der Schöpfungen zur Götterdämmerung wird. Das Tragödienpotential entspricht dem Verlust der universellen Zuordnungsintelligenz.

Die Endzeitvisionen sind archetypisch in dem Zweifel verankert, dass die Menschen es selbst schaffen könnten. Mutter Natur oder die nächste Generation oder die nächste Generation wissenschaftlicher Erkenntnisse sollen es einmal schaffen. Die Schwierigkeit besteht darin, dass der idealisierte Mensch auf dem Spannungsbogen „geworden oder gemacht“ gut zuschreibbar ist, nicht aber die Position und das Schicksal seiner „gemachten“ Produkte. Der ideale Mensch ist eine wunderbare Harmonie von Wille und Willenstätigkeit. Nur, die Produkte seiner Schöpfungen entfalten eine Willenstätigkeit, die die Einheit des Lebens zu zerspanen scheinen. Spätestens seit dem Moment, in dem auch der menschliche Geist als Widerspiegelung seiner von ihm selbst geschaffenen Sphäre des Gemachten betrachtet wird, also kein idealer Mensch an sich mehr existiert, gar nicht mehr existieren kann, sind wir in einem Diskurs angekommen, der grundsätzliche Fragestellungen vernünftig impliziert wie sie seit langem nicht mehr akademisch behandelt wurden. Der Diskurs der „Götterdämmerung“ bereitet sich sein Feld und eine Dimensionalität dabei ist das Spannungsfeld zwischen Gewordenem und Gemachtem.


Gewordenes und Gemachtes und Raum und Zeit

Das Verhältnis von Gewordenem zu Gemachtem ist nicht anders als im Verhältnis von Raum und Zeit zu verstehen.

Alle Materie ist geformte Materie. Geformte Materie sind Individualitäten, sind individuelle Formen, die eine Qualität durch Raum und Zeit tragen. Dies ist der Bereich des Gewordenen. Die gewordenen Formen besitzen in Raum und Zeit ein Innen und ein Außen und eine Wechselwirkungsintelligenz. Dies trifft auf Elementarteilchen, Atome, Moleküle und Ein- und Mehrzeller zu. Die Einheit von Form, Qualität und Wechselwirkungsintelligenz schafft in Raum und Zeit ihre Individualität.

Es ist richtiger von einzelnen Formen der geformten Materie und nicht von Individualitäten der Materie zu sprechen, weil die gewordenen Formen zwar eine Individualität besitzen, diese aber ständig an einem neuen Ort, zu einer neuen Zeit neu ist. Jede einzelne Form der geformten Materie, und damit der gesamte Bereich des Gewordenen, besitzt keine Individualität, sondern eine Qualität, die aus sich selbst heraus immer wieder neu ein Innen und ein Außen erschafft. Eine gewordene Form ist eine immer wieder neu werdende Form.

Jede gewordene Form hat ihre eigene Wechselwirkungsebene. Elementarteilchen, Atome, Moleküle und biologische Ein- und Mehrzeller wechselwirken mit einem Innen und Außen jeweils auf ihrer Ebene. Zerstörungen der Formen sind keine Wechselwirkungen der Formen. In den Wechselwirkungen zeigt sich die Intelligenz und das Bewusstsein der Formen beim Erhalt ihrer Qualität in Raum und Zeit.

Aus den verschiedenen Wechselwirkungsebenen der gewordenen Formen ergibt sich so jeweils eine andere Raumzeit.

Gemachtes und gemachte Formen
In unserer Lebenswelt gibt es Formen, die durch das Herausreißen eines Blatt Papieres entstehen oder durch das Abschlagen eines Stückes von einem Fels oder durch das Formen eines Lehmklumpens. Dies alles sind keine eigentlichen Formen, weil sie kein Innen und kein Außen besitzen.

In unserer Lebenswelt gibt es eine Vielzahl von Individualitäten, die von uns mit einer Funktion geschaffen wurden. Von Menschen geschaffene Individualitäten mit einer Funktion sind gemachte Formen.

Gemachte Formen mit einer Funktion besitzen, wie die gewordenen Formen, ein Innen und ein Außen. Das Innen und das Außen erhalten die gemachten Formen über das Bewusstsein und teilweise über die Intelligenz der Menschen, die diese Formen entworfen, geplant und gemacht haben. Ihr Innen und Außen manifestiert sich erst in dem Moment ihres Funktionierens. Das Funktionieren der gemachten Formen an einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit beruht dann auf zweierlei Intelligenzen, der Intelligenz der Menschen, die sie gemacht haben und der Intelligenz ihrer Materialeigenschaften.

Gewordene Formen besitzen ein Bewusstsein und eine Intelligenz. Gemachte Formen besitzen zwei Formen der Intelligenz und kein unmittelbares Bewusstsein. Gewordene und gemachte Formen besitzen beide ein Innen und ein Außen. Das Innen ist ihr Bewusstsein und das Außen ihre Intelligenz.

Die Funktionsfähigkeit der gemachten Formen erschafft ihr Innen und Außen
Das Innen und das Außen ist eine Eigenart der Wechselwirkung. Wenn in einer Wechselwirkung eine äußere Eigenart der Form wechselwirkt, ohne dabei die Individualität der Form als Ganzes, nämlich ihr Bewusstsein und ihre Intelligenz, zu verändern, dann besitzt diese Form eine Innen- und eine Außensphäre. Die äußere Form eines Klumpen Lehms, eines noch einmal geteilten Gesteinsplitters oder eines noch weiter zerrissenen Blattes Papier wechselwirkt nicht. Das heißt, in ihrem Außenkontakt offenbart sich keine Wechselwirkungsintelligenz. Das, was sich offenbart ist die Wechselwirkungsintelligenz der jeweiligen Materialien. Der Lehm lässt sich eindrücken, die Mineralien des Gesteins zersplittern auf eine spezifische Weise, und das Papier reißt unregelmäßig. Dies alles sind Wechselwirkungseigenschaften von gewordenen Formen, von Lehm, Mineralien und Zellulose. Die unintendierte äußere Form des Lehmklumpens, des Gesteinssplitters und des Papierschnipsels sind Umrisse, aber keine Formen mit einem Innen und einem Außen. Dagegen besitzt die intendierte gemachte Form z.B. einer Schale aus dem Lehm, eines Faustkeils aus dem Mineral oder eines Scherenschnittes aus Papier ein Innen und Außen, weil sie über verschiedene Situationen hinweg eine Funktion erfüllen und mit der Erfüllung dieser Funktion diese Funktion nicht verlieren. Das Äußere dieser gemachten Formen ist ihre Wechselwirkungsintelligenz und ihr Inneres ist ihr Plan-Bewusstsein. Mit ihrer Funktion passen die gemachten Formen zu anderen Formen und erfüllen so einen Plan. Der Plan und damit die Innensphäre der gemachten Formen gehört derjenigen Instanz an, die diesen Plan entworfen hat. Im einfachsten Fall ist dies ein einzelner Mensch.

Die planentwerfende Instanz einer gemachten Form ist heute selten ein einzelner Mensch. Das Menschenteam und die IT-Unterstützung sind die spezifischen Planungsinstanzen der aktuellen Lebenswelt. Die IT-Unterstützung besteht nicht nur in seinem Gebrauch als Werkzeug, sondern vermehrt in einer IT-Automatisierung der Planerstellung als ganzer oder seiner Teile. Auch das Planungsteam agiert erweitert durch komplexe Algorhythmen der Wirtschafts- und Markterforschung. Der Plan als das Zentrum der Innenperspektive der gemachten Formen ist so immer seltener in einer einzigen menschlichen Innenperspektive repräsentiert, sondern verteilt auf verschiedene menschliche und nichtmenschliche Instanzen.

Der repräsentierende und steuernde Plan einer gemachten Form, z.B. eines Smartphones, ist zusätzlich komplex geworden, weil zum Innen dieser Form auch ihr Plan zur Vermarktung, ihr Montageplan, der Herstellungsplan der Funktionsteile und der Plan zur Verarbeitung und zur Gewinnung von Rohstoffen gehört. Ein komplexes zeitgemäßes Produkt umfasst so insgesamt ein Innen und ein Außen der Gesamtform, ein Innen und Außen aller Funktionsteile und das Innen und Außen der Wechselwirkungsgesamtheit seiner Herstellung und seiner Vermarktung. Immer sind Menschen beteiligt, immer Maschinen und immer Software. Zusammen bilden sie die Planinstanz. Die Planinstanz solcher gemachten Formen besitzt jedoch keine einige Plansubstanz mehr, weder in den Menschen, noch in den Maschinen oder der Software. Die Unternehmenszentrale kann man nicht als Plansubstanz bezeichnen. Dazu ist sie zu fragmentiert. Der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens ist zwar ein Repräsentant des Plans, aber nicht seine einige Substanz. Dazu ist der Plan zu komplex.

Gewordenes und gewordene Formen
Anders als in den gemachten Formen fallen in den gewordenen Formen Planinstanz, Plansubstanz und Funktionalität zusammen, weil das Bewusstsein und die Wechselwirkungsintelligenz gewordener Formen in Kongruenz mit ihrer Raumzeitlichkeit sind. Bei gewordenen Formen sind Bewusstsein und Wechselwirkungsintelligenz und Raum und Zeit in Kongruenz.

Auf der Erde gibt es viele sogenannte Formveränderungen durch Naturgewalten. Dies sind jedoch Gestaltungen und keine Formen, weil diese Gestaltungen keine Individualität mit einem Innen und einem Außen besitzen. Diese naturräumlichen Gestaltungen sind Ansammlungen von gewordenen Formen wie Mineralien und organischen Substanzen.

Die gewordenen Formen im engeren Sinne sind Träger einer Qualität ihrer Einheit. Weil die gewordenen Formen in der Lage sind diese Qualität über eine Reihe von Wechselwirkungen in Raum und Zeit aufrecht zu erhalten, besitzen sie eine Individualtät, die jedoch immer wieder neu ist. Die Elementarteilchen, Atome, Moleküle, biologische Einzeller und Mehrzeller sind gewordene Individualitäten mit einer Konstanz in Raum und Zeit. Sie sind Formen mit einem Innen und einem Außen, mit einem Bewusstsein innen und einer Wechselwirkungsintelligenz nach außen.

Das Bewusstsein der gewordenen Formen offenbarte sich theoretisch mit der Gesamtmenge der Wechselwirkungs-Informationen, die wir theoretisch aus der Gesamtheit der Wechselwirkungen dieser Formen über Raum und Zeit erhielten.

Die Wechselwirkungsintelligenz hält die Qualität der Einheit der Form nach außen über Raum und Zeit konstant. Die Intelligenz der Form ist eine Funktion seines Bewusstseins.

Die Wechselwirkungen der gewordenen Formen sind spezifisch für ihre Raumzeit. Die Wechselwirkungen der gewordenen Formen finden an einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit statt. Die Gebundenheit der gewordenen Formen an ihre Raumzeit beschreibt ihre Wechselwirkungsebene.

Spezifische gewordene Formen sind spezifisch für ihre Wechselwirkungsebenen. Gewordene Formen können nicht in andere Wechselwirkungsebenen transferriert werden. Extrem unterschiedliche Wechselwirkungsebenen innerhalb unserer Lebenswelt sind die Oberfläche der Erde und die Oberfläche der Sonne. In beiden Sphären wechselwirken spezifische gewordene Formen auf spezifische Weise miteinander. Die beiden Sphären sind für die jeweiligen Formen und Wechselwirkungen nicht austauschbar. Die Atome und ionisierten Gase der Sonnenoberfläche wären in den Temperatur- und Druckverhältnissen der Erde vielfältig in komplexeren Formen gebunden und würden nicht mehr frei wechselwirken. Umgekehrt wären die komplexen mineralischen und organischen Moleküle der Erde auf der Sonnenoberfläche „atomisiert“ und hätten ihre Form verloren. Die gewordenen Formen der Elementarteilchen, Atome, Moleküle und der biologischen Ein- und Mehrzeller mit ihren spezifischen Qualitäten ihrer Individualität und Einheit, existieren so nur auf ihrer Wechselwirkungsebene.


Die Formen des Gewordenen und Gemachten besitzen Bewusstsein und Intelligenz

Wenn wir unsere Welt als geworden und gemacht betrachten, dann betrachten wir vor allem die Träger der Qualitäten von Gewordenem und Gemachtem. Diese Träger der Qualitäten sind die Formen. Dies sind in der Sphäre des Gewordenen die Elementarteilchen, Atome, Moleküle und die Ein- und Mehrzeller. In der Sphäre des Gemachten sind Formen einfache bis komplexe Werkzeuge und andere Hilfsmittel, in denen sich Bedürfnisse des Menschen ausdrücken.

Formen sind Individualitäten mit einem Innen und einem Außen. Das Innen der Form ist sein Bewusstsein und das Außen der Form ist seine Intelligenz. Die Intelligenz der Form repräsentiert das Bewusstsein der Form an einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit. Die Intelligenz der Form als Ausdruck seines Bewusstseins ist spezifisch zu einer Wechselwirkungsebene. Diese Merkmale treffen sowohl auf gewordene wie auf gemachte Formen zu.

Für den Menschen bedeutet sein Leben Existenzsicherung und Daseinsvorsorge. Beiden kommt der Mensch in unterschiedlichen Qualitäten nach. Einmal als gewordene Form inmitten eines Universums anderer gewordener Formen, und zweitens, indem er seine Lebensumgebung verändert und gemachte Formen erstellt. Gewordene und gemachte Formen sind die zwei Qualitäten in denen, mit diesen, als diese die Existenzsicherung und Daseinsvorsorge des Menschen stattfindet.

Beide Qualitäten der Existenzsicherung und Daseinsvorsorge, gewordene und gemachte Formen, besitzen die gleichen Instanzen Bewusstsein und Intelligenz. Das Bewusstsein ist die Instanz der Formen jenseits der Wechselwirkungen, die Intelligenz ist die Instanz der Formen in den Wechselwirkungen.

Zonen des Gemachten
Form, Wechselwirkungsebene und Gleichart
vertikale und horizontale Synchronizität des Universums
zwei Modalitäten der Gleichart: universell und isoliert

Die Zonen des Gemachten dehnen sich zur Zeit zuungunsten der Welt des Gewordenen aus. Solche Zonen sind Formen an sich mit einem Innen und Außen. Ihre Existenzsicherung und Daseinsvorsorge wird von fragmentierten Planinstanzen organisiert. Dies hat Auswirkungen auf die Lebensressource der einzelnen Bewohner dieser Zonen. Das Werden und Vergehen der biologischen Mitglieder dieser Zonen entspricht nicht dem Werden und Vergehen der Zone an sich. Wenn die Zone des Gemachten die Existenzsicherung für ihre gewordenen Bewohner übernimmt, dann verhindert die Erneuerung der Qualität des Gemachten die Erneuerung der Qualität des Gewordenen. Als Bedrohung erweist sich eine Solche Zone des Gemachten für diejenigen Mitbewohner, die in den Wechselwirkungsbereich einer solchen Zone geraten. (Müll, Gift, Aggression, Unterernährung, Erschöpfung)

Gleichart
Der Wechselwirkungsbereich einer gewordenen Form löst sich vollständig in der Gleichart der Wechselwirkungsebene auf. Der Wechselwirkungsbereich einer gemachten Form dagegen hinterlässt Wirkungen, die in diesem Wechselwirkungsbereich nicht aufgelöst werden. Das ist meistens ein Müll-, ein Gift- und ein Aggressionsproblem.

Wenn die Müll-, Gift und Aggressionsprobleme der Zonen des Gemachten sukzessive aufgelöst werden, und das geschieht zum Glück häufig und in entwickelten Regionen stabil glücklich, dann geschieht dies meistens aus der Ressource des Gewordenen heraus. Das sind z.B. Mikroorganismen, die in Kläranlagen eingesetzt werden oder sozial- und politisch intelligente Menschen, die bei Aggressionen jeder Art deeskalierend handeln. Die Lösung des Atommüllproblems geschieht auch aus der Ressource des Gewordenen heraus. Die Strahlung vermindert sich von Halbwertzeit zu Halbwertzeit. Das Müllrecycling und die Müllverbrennung sind gemachte Formen, die ein gemachtes Problem lösen. Allerdings sind dies vorläufige Lösungen.

Kongruenz von Form, Wechselwirkungsebene und Gleichart
Die grundsätzliche Einheit alles je Gewordenen wird in den einzelnen Wechselwirkungsebenen des Gewordenen durch deren Gleichart repräsentiert.

Wir haben also drei Instanzen, die in der Welt des Gewordenen kongruent sind und in der Welt des Gemachten nicht. Dies sind die Form, ihre Wechselwirkungsebene und die Gleichart innerhalb der Wechselwirkungsebene. In der Welt des Gewordenen bildet alles je Gewordene eine Einheit. Aus dieser grundsätzlichen Einheit heraus entwickelten sich einst neue Wechselwirkungsebenen mit neuen Arten von Formen oder anders ausgedrückt: Es entwickelten sich neue Formen, die zusammen in Einheit eine neue Wechselwirkungsebene bilden.

Die spezifische Einheit jeder Wechselwirkungsebene ist die Gleichart dieser Wechselwirkungsebene. Dabei unterscheiden sich Gewordenes und Gemachtes grundsätzlich in der Qualität ihrer Gleichart und Einheit. Im Gewordenen ist jede Gleichart, wo immer sie auftritt, universell, weil sie die Einheit alles je Gewordenen repräsentiert. Anders im Bereich des Gemachten. Hier ist jede Gleichart letztlich eine isolierte Gleichart. Das Müll-, Gift- und Aggressionsproblem der gemachten Formen repräsentiert deren Uneinheit. Die Gleichart im Bereich des Gemachten ist eine mehr oder weniger isolierte Qualität, während die Gleichart im Bereich des Gewordenen eine universelle Qualität ist, weil sie die maximale Synchronisierung mit allem je Gewordenen repräsentiert.

Gleichart, von gleicher Art, bedeutet die Repräsentanz einer bestimmten Qualität der Einheit. Die Einheitsqualität gleichartiger Formen reicht von der Repräsentanz ihrer engeren Wechselwirkungsgemeinschaft über die Repräsentanz ihrer gesamten Wechselwirkungsebene bis zur Repräsentanz der Einheit von allem je Gewordenen. Ein Funktionsteil der Wechselwirkungsgemeinschaft eines Autos repräsentiert die Gesamtfunktion des Autos. Die Gleichart der Funktionsteile eines Autos ist derart, dass sie das Auto insgesamt zu einer Form mit einem Innen und einem Außen macht. Das heißt, die Gleichart der Funktionsteile ist eine Qualität, die sich in der Einheit der Funktion des einen Autos niederschlägt.

Wechselwirkungsgemeinschaften
Die Entwicklung unseres Universums bedeutete den vertikal immer komplexer gewordenen Aufbau der gewordenen Formen. Vertikal komplex aufgebaute Formen sind auf ihrer Wechselwirkungsebene Wechselwirkungsgemeinschaften (Atome, Moleküle, Lebewesen). Wechselwirkungsgemeinschaften besitzen auf ihrer spezifischen Wechselwirkungsebene ein gemeinsames Innen und Außen.

Die Qualität der Gleichartigkeit finden wir auf einer Wechselwirkungsebene zwischen den Formen aber auch innerhalb der Formen, weil sie aufgrund ihres vertikal komplexen Aufbaus eine Wechselwirkungsgemeinschaft darstellen. Dies ist so bei gewordenen wie bei komplex aufgebauten gemachten Formen (bei einem Auto z.B.). Die Elementarteilchen bilden als Ausnahme zusammen direkt eine Wechselwirkungsebene einer Gleichart. Die frei wechselwirkenden Grundelemente der Materie, die elementaren Atome, bilden zusammen in den Sternen und Gaswolken des Weltalls in den entsprechenden Druck- und Temperaturverhältnissen ebenfalls eine Wechselwirkungsebene, auf der sie in gleicher Art ihre Einheit und zusätzlich die Einheit der Elementarteilchen repräsentieren. Der Grundaufbau der Materie repräsentiert auf seinen Wechselwirkungsebenen nicht nur die Einheit der jeweiligen Wechselwirkungsgemeinschaften, sondern in erweiterter Form die Qualität der Einheit des gesamten Universums. Die Repräsentanz der Einheit des Universums ist sowohl eine horizontale wie eine vertikale Repräsentanz. Die Repräsentanz der Einheit des Universums ist die Repräsentanz von allem je Gewordenen.

Qualität der Einheit und Gleichart Die Qualität der Einheit der Formen ist deren Gleichart. Bei den gewordenen Formen geht die Einheit des Universums in ihrer Gleichart auf. Bei den gemachten Formen ist dies nicht der Fall.

Die höchste Qualität der Gleichart ist die Existenzumgebung gewordener Formen.
Die horizontale wie vertikale Repräsentanz der Qualität der Einheit des Universums setzt sich auf den Wechselwirkungsebenen der komplexer zusammengesetzten molekularen und biologischen Formen fort. Das Typische für gewordene Formen ist deren horizontale wie vertikale Repräsentanz der Einheit des Universums. Diese horizontale wie vertikale Repräsentanz ist das Bewusstsein der gewordenen Formen, das sich nach außen als deren Wechselwirkungsintelligenz an einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit zur Wirkung bringt. Inmitten dieser höchsten Qualität der Gleichart wird eine gewordene Form immer wieder neu.

Bewusstsein und Intelligenz der gemachten Formen sind nicht Teil des Bewusstseins und der Intelligenz des Universums.
Das Bewusstsein und die Intelligenz der von Menschen gemachten Formen ist nicht von gleicher Art wie das Bewusstsein und die Intelligenz des Universums. Die Einheit des Universums geht in der Gleichart der gemachten Formen nicht vollständig auf. Dies ist eine Alltagserfahrung von uns Menschen. Die gemachten Formen nutzen sich ab, gehen kaputt und haben ihre Nebenwirkungen. Gemachte Formen sorgen nicht für sich selber. Im ungünstigsten Fall müssen sie entsorgt werden.

Die gemachten Formen leben aus dem Bewusstsein einer Planinstanz heraus. Selten ist diese Planinstanz ein einzelner Mensch, meistens besteht die Planinstanz aus mehreren Menschen und Maschinen. Nur so lange wie der Plan einer gemachten Form aktiv ist, erneuert sich auch die gemachte Form.

universelle und isolierte Gleichart
Die Einheit des Universums ist dessen horizontale und vertikale Synchronizität.

Die Einheit des Universums, die in der Gleichart der gewordenen Formen aufgeht, ist die horizontale wie vertikale Synchronizität des Universums. Das Bewusstsein und die Intelligenz der gemachten Formen sind dagegen nicht Teil der horizontalen wie vertikalen Synchronizität des Universums.

Die isolierte Gleichart der gemachten Formen hat Auswirkungen auf die Aufrechterhaltung der universellen Gleichart der gewordenen Formen.
Die Gleichart der gewordenen Formen ist in Kongruenz mit der horizontalen und vertikalen Synchronizität des Universums. In dem Ausmaß, in dem die gemachten Formen mit ihrer spezifischen isolierten Gleichart eine Raumzeit dominieren, in dem Ausmaß steht den gewordenen Formen die Synchronizität des Universums nicht mehr als Nahrung zur Verfügung. Das formgebende Bewusstsein, das ein Bewusstsein des Universums an einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit auf einer bestimmten Wechselwirkungsebene ist, gelangt nicht mehr zu den gewordenen Formen hin. Dies ist z.B. ein medizinisches oder landwirtschaftliches Problem.

universelle und isolierte Gleichart
Es existieren also zwei Modalitäten der Gleichart. Im Bereich des Gewordenen ist es eine Gleichart die jeweils auf immer wieder neuen Wechselwirkungsebenen horizontal und vertikal mit der Gesamtheit des Universums synchronisiert ist. Im Bereich des Gemachten sind es vielzählige unsynchronisierte Gleicharten, die ihre Gleichart über ein isoliertes und oft fragmentiertes Bewusstsein erhalten.

Das Bewusstsein von sich selbst ist ein Begreifen der eigenen Form auf einer jeweils höheren oder niedrigeren Synchronizitätsebene. Dieses Begreifen ist ein Verstehen. Wenn eine Form sich selbst je auf der höchsten Synchronizitätsebene begreifen würde, dann schlösse sich ein Kreis.

Die von Menschen gemachten Formen begreifen sich nicht selbst. Sie werden von außen, von einer Planinstanz in ihrer Funktion begriffen.





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